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Gebrauchtwagen von privat kaufen: Warnung vor Risiken und Betrugsmaschen

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Eine Lupe vergrößert ein dreieckiges Warnsymbol mit Ausrufezeichen, das vor möglichen Risiken beim Autokauf warnen soll; im Hintergrund stehen Autos.

Was Sie wissen müssen, bevor Sie bei einem privaten Anbieter zuschlagen


Ein Gebrauchtwagenkauf von privat kann sich lohnen – oft sind die Preise günstiger als beim Händler, und mit etwas Verhandlungsgeschick lässt sich ein faires Geschäft machen. Doch Vorsicht: Wo keine Gewährleistung gilt, lauern Risiken. Immer wieder berichten Käufer von Betrugsmaschen, manipulierten Fahrzeugen oder verschwundenen Verkäufern.


Das erwartet Sie hier:


Welche Risiken bestehen beim Kauf eines Gebrauchtwagens von privat?


Wer ein Auto von privat kauft, tut das auf eigene Verantwortung. Anders als beim Händler gibt es keine gesetzliche Sachmängelhaftung – es sei denn, der Verkäufer verschweigt Mängel vorsätzlich.


Die wichtigsten Risiken:

  • Versteckte Mängel (z. B. Unfallschäden, defekte Elektronik, rostige Unterböden)

  • Tachomanipulation – die Laufleistung ist nicht nachvollziehbar

  • Versprochene Ausstattung oder Funktionen fehlen

  • Dokumente sind unvollständig oder gefälscht

  • Kein Rücktrittsrecht, keine Garantie


Wichtig: Ein einmal abgeschlossener Privatkauf ist rechtlich bindend – und nur in Ausnahmefällen rückgängig zu machen.


Die häufigsten Betrugsmaschen beim Autokauf von privat

Betrüger werden immer kreativer – dies sind die aktuell gängigsten Maschen:


1. Vorschussbetrug (z. B. per „Reservierung“)

Sie sollen vorab eine Anzahlung leisten, um das Fahrzeug zu sichern – doch nach der Überweisung ist der Verkäufer nicht mehr erreichbar.

 

2. Gefälschte Fahrzeugpapiere

Zulassungsbescheinigungen, Scheckhefte oder HU-Berichte wurden manipuliert oder kopiert. Meist schwer zu erkennen, besonders bei Käufen im Ausland.


3. Tachomanipulation

Ein Klassiker: Der Kilometerstand wurde elektronisch oder mechanisch zurückgesetzt, um einen höheren Preis zu erzielen.


4. „Verkauf für den Bekannten“

Der angebliche Privatverkäufer ist in Wahrheit ein Händler ohne Garantieverpflichtung – oft erkenntlich an fehlender Haltereintragung im Fahrzeugschein.


5. Unfallwagen als „unfallfrei“ deklariert

Reparierte Vorschäden oder Restmängel werden verschwiegen. Ohne Gutachten oder Rechnung kaum nachvollziehbar.


Warnsignale: So erkennen Sie unseriöse Verkäufer

Achten Sie auf folgende Anzeichen – sie deuten häufig auf Betrug oder Täuschungsabsicht hin:


  • Vage oder ausweichende Antworten auf technische Fragen

  • Verkäufer besteht auf „schnellem Abschluss“ oder „Barkauf sofort“

  • Der Name im Fahrzeugschein stimmt nicht mit dem Anbieter überein

  • Aussage: „Ich verkaufe für meinen Bruder/Freund“

  • Fahrzeug wirkt ungepflegt oder wurde auffällig „herausgeputzt“ (z. B. frischer Unterbodenschutz, Lackspray)

  • Kein oder nur lückenhaftes Scheckheft

  • Keine Probefahrt oder Besichtigung am Tageslicht möglich

  • Kein schriftlicher Kaufvertrag wird angeboten


Merken Sie sich: Je mehr Druck der Verkäufer macht, desto vorsichtiger sollten Sie werden.


Was passiert, wenn sich nach dem Kauf ein Mangel zeigt?


Beim Privatkauf gilt: Gekauft wie gesehen. Eine Rückgabe ist nur möglich, wenn Sie dem Verkäufer arglistige Täuschung nachweisen können – zum Beispiel durch:

  • verschwiegene Unfallschäden

  • manipulierte Technik oder Papiere

  • absichtliche Falschangaben zur Laufleistung oder Funktion

Doch der Nachweis ist schwierig, langwierig und oft teuer – ein Verfahren lohnt sich meist nur bei gravierenden Schäden oder sehr hohen Kaufbeträgen.


Deshalb gilt: Vor dem Kauf prüfen statt hinterher ärgern!


Was tun, wenn mir ein „zu gutes Angebot“ verdächtig vorkommt?


Ein hochwertiges Auto mit extrem niedrigem Preis? Seien Sie wachsam. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch.


Fragen Sie sich:

  • Warum verkauft jemand ein Top-Auto deutlich unter Marktwert?

  • Gibt es belastbare Nachweise für Zustand, Laufleistung, Wartung?

  • Ist der Verkäufer greifbar, erreichbar, nachprüfbar?


Im Zweifel: Finger weg – oder holen Sie sich Hilfe vom Profi.


So sind Sie auf der sicheren Seite


Laden Sie unsere kostenlose Checkliste herunter und gehen Sie damit systematisch alle wichtigen Punkte bei Besichtigung und Probefahrt durch. So erkennen Sie Mängel, vermeiden typische Fallen – und kaufen sicherer.


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Lassen Sie Ihr Wunschfahrzeug vom Profi durchchecken, bevor Sie kaufen – besonders bei privaten Angeboten ist das Gold wert.

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Fazit: Vorsicht ist besser als Reparatur


Ein Gebrauchtwagenkauf von privat kann sich lohnen – aber nur, wenn Sie mit kritischem Blick und fundierter Prüfung an die Sache herangehen. Mit einer guten Vorbereitung und professioneller Unterstützung vermeiden Sie teure Fehler und unnötigen Ärger.


Jetzt Termin vereinbaren – damit Sie wissen, was Ihr zukünftiges Auto wirklich wert ist.






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